A 1000 Pelotons:
Das Große im Kleinen

Der Filmemacher Lukas Gellert begleitet seit Jahren junge Radsporttalente auf ihrem Weg nach oben. Nun möchte er aus den Geschichten eine eigene Serie namens „A 1000 Pelotons“ machen. Ein Interview über das Warum.

Lukas Gellert ist Dokumentarfilmer mit einer langen Erfahrung in der Regie und Produktion von Werbespots und Markeninhalten. Sein aktuelles Herzensprojekt ist „A 1000 Pelotons“.

Nachwuchsradsport – wie kamst Du auf das Thema?

Vor vier Jahren habe ich über Wochen für Red Bull den Skiprofi Toni Palzer bei seiner Metamorphose zum Rad-Profi und Tour de France-Teilnehmer begleitet. Da erst wurde mir bewusst, wie unglaublich die Hingabe der Protagonisten ist und dass dieser Sport die Leben aller Beteiligten dominiert, wie kein anderer. Nach einiger Zeit haben wir als Filmer dann nach Themen abseits des Mainstreams gesucht und wurden beim Nachwuchs fündig. Dort ist noch mehr Hingabe im Spiel.

Lukas und Anton Palzer am Ende der Vuelta Espana 2021. Zusammen waren sie die gesamte dreiwöchige Rundfahrt unterwegs. Anton war zu diesem Zeitpunkt erst 5 Monate Rennradfahrer.  2020 stellte er den Speed-Weltrekord „Watzmann-Überquerung“ auf. Wir berichteten.

Wie meinst du das?

Im Nachwuchsleistungssport ordnen ganze Familien alles dem erfolgreichen Weg der Tochter oder des Sohnes in den Profizirkus unter. Ohne Netz und doppelten Boden, denn niemand weiß ja, ob es klappen wird. Und oft aus teils unterschiedlichsten Motiven. Sei es, weil das Kind es sich erträumt, oder die Eltern, oder beide. Letzteres ist natürlich der Optimalfall. Dazu noch die Rolle der Trainer und Nachwuchsteams, sowie die der Scouts der großen Teams, vor deren Augen sich das ja alles abspielt.

Es ist faszinierend zu sehen, was junge Menschen samt Umfeld bereit sind zu leisten und zu investieren, wenn sie einen Traum haben. Und es tut weh mitzuerleben, was manchmal mit denjenigen passiert, die alles gegeben haben, es aber letztlich doch nicht nach ganz oben schaffen. Das ist ja die Mehrheit. Da stehen – vor allem beim Rennradfahren, das einem so unglaubliche Entbehrungen abverlangt – echte Schicksale dahinter. Und das in jungen Jahren. Was macht das mit den Menschen?

Anna Meeusen (Jahrgang 2009) trainiert im Vlaams Wieldercentrum Eddy Merckx Gent.

Sie ist 17 x belgische Meisterin und 2 x flämische Meisterin.

Neben dem Sportinternat „Topsportschool“ befindet sich direkt das Velodrome, in dem Anna im Winter täglich mehrere Stunden trainiert.

… und? Was ist dein Eindruck zu dieser Frage?

Wie so oft kommt es darauf an. Es gibt Talente, die fallen samt Umfeld in ein tiefes Loch und erholen sich nicht mehr. Und es gibt diejenigen, die putzen sich den Mund, machen weiter oder richten ihre Energie künftig einfach auf andere Ziele. Ich glaube, entscheidend ist, wie die jeweiligen Bezugspersonen vermeintliche „Misserfolge“ deuten. Denn den jungen Sportlerinnen und Sportlern fehlt dazu ja noch die Lebenserfahrung. Bin ich jetzt eine Versagerin oder ein Looser, weil dies oder jenes nicht wie geplant geklappt hat? Oder nehme ich die Erfahrung einfach und baue sie in mein weiteres Leben ein? Da spielen die Eltern und das gesellschaftliche Umfeld eine große Rolle.

Anna und ihr Vater Tim Meeusen. Tim ist selbst ehemaliger Rennradfahrer und nun Chef der Scoutingabteilung des größten deutschen Radteams Red Bull – Bora – Hansgrohe. Somit ist er nicht nur Vater, sondern auch auf der Seite der Entscheider, die über die Zukunft der heranwachsenden Fahrerinnen und Fahrer wachen.

Du sprichst von der Kultur des Scheiterns, bzw. davon, wie wir mit Misserfolgen umgehen.

Genau. Die Kernfrage ist doch, was wir für Menschen in die Gesellschaft entlassen wollen, bzw. letztlich sogar was wir für eine Gesellschaft möchten. Eine, die bereits den Versuch belohnt oder eine, für die nur Ergebnisse zählen? Es fasziniert mich, wie solche großen Fragen in vermeintlich kleinen Themen wie dem Nachwuchsradsport stecken. Dem nachzugehen finde ich spannend.

Die Serie „A 1000 Pelotons“ begleitet 5 Youngster aus verschiedenen Ländern. Hier zu sehen ist Anna Meeusen aus Belgien in ihrem Kinderzimmer bei ihrem allerersten Interview.

Kameramann Michael Suntinger im Unterricht bei Paul Fietzke, der gerade sein Abitur meistert.

Red Bull – Bora – hansgrohe Rookie Paul Fietzke bei einer Trainingsausfahrt im Cottbuser Umland, wenige Tage bevor er Paris – Roubaix U23 fährt.

Was hast du nun mit deiner Serien-Idee vor – du suchst nach Partnern?

Ja. Bislang lief die ganze Vorarbeit aus meiner eigenen Tasche. Nun steht alles und wir könnten tonnenweise Geschichten liefern. Aber dafür brauchen wir einen Partner. Entweder ein Sponsor aus dem Radsport, der sein bestehendes Engagement über spannende, horizonterweiternde Geschichten ausbauen möchte, oder ein Unternehmen außerhalb, das sich mit dem Thema strategisch identifiziert und es in seine Markenkommunikation einbauen will. Dazu gibt es noch die Option des Crowdfundings und viele weitere mögliche Mischformen der Finanzierung. Klar ist nur, wir brauchen jetzt Unterstützung von außen, wenn es wirklich weitergehen soll.

Dann wünsche ich dir dafür viel Glück und Erfolg!

Interview & Text: Markus Schaumlöffel
Fotos: © Lukas Gellert, © Markus Bauer, © Oskar Knebel

Mehr auf Instagram unter @Lukgood.Studio und @A1000Pelotons

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Was tun, wenn Leitmessen immer teurer werden – aber der Nutzen nicht im gleichen Maß mitwächst?

Die Antwort unseres CEO @schwarzfuchs01 ist ziemlich direkt: „Dann steig doch einfach aus und mach ’ne eigene Show!“

Was anfangs eher als Witz in einem Kundengespräch gedacht war, läuft bei diesem Kunden inzwischen im dritten Jahr als eigenes Roadshow-Format. Mit mehr Aufmerksamkeit fürs eingesetzte Budget als mancher klassische Leitmesseauftritt.

Im Interview spricht Markus darüber, warum Roadshows im B2B gerade so spannend sind: Weil Marken nicht warten, bis die Zielgruppe zu ihnen kommt – sondern selbst losfahren. Mit einem Format, das exakt auf ihre Zielgruppe abgestimmt ist.

Hier das Gespräch mit Markus in unserem Magazin:
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Und wer sehen möchte, wie solche Formate bei uns konkret aussehen:
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Für alle, die nicht immer den normalen Weg nehmen wollen.

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„… und plötzlich wird alles klar.“

Diesen Moment beschreibt @kathrinschafbauer sehr treffend. Kein lauter Umbruch, kein großes Ereignis – sondern dieser eine Augenblick, in dem sich alles sortiert und der Fokus plötzlich da ist.

Als Fotografin und #Keynote Speakerin erlebt sie genau das immer wieder, etwa bei ihren Einsätzen auf der Tour de France: den Blick schärfen, alles Unwichtige ausblenden und im entscheidenden Moment voll bei dem sein, was wirklich zählt.

Im Interview in unserer Skylounge hat sie uns genau darüber erzählt 👉 #Normalroutenverlasser

Spannend dabei: Auch im #Messebau spielt dieser Fokus eine entscheidende Rolle. Besonders dann, wenn aus einem großen (Leit-)Messestand ein flexibler #Messebaukasten wird, der auf 15 m² genauso funktioniert wie auf 50 m² – ohne Kompromisse im Design.

Wie dieses #Downscaling konkret aussieht, erfahrt ihr hier:
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Und was Kathrin noch über Entscheidungen unter Druck und den Blick aufs große Ganze erzählt, könnt ihr hier nachlesen:
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