„Wir könnten Solarenergie für den Winter speichern“

Erneuerbare Energien speichern und abrufen. Das wird durch Strom aus künstlichem Erdgas oder Wasserstoff real. Das Startup Reverion ermöglicht eine Power-to-gas-Technologie, die erneuerbare Energien jederzeit verfügbar macht.

Solch ein Lösungsmodell kann Schwankungen im Ökostrombedarf ausgleichen und ist eine Brücke, um Dunkelflauten zu überwinden. Stephan Herrmann, einer der Gründer des innovativen Startups, hat uns im Interview erklärt, warum diese Technologie viele Probleme unserer heutigen Zeit löst.

Stephan Herrmann ist einer von fünf Gründern des Energie-Startups Reverion.

Welche Mission verfolgt ihr mit Reverion?

Stephan: Wir wollen die Energieversorgung der Zukunft sichern. Neben dem Ausbau von Solar und Wind braucht es auch den Baustein der Energiespeicherung. Und zwar nicht nur von „morgens laden, abends entladen“. Wir müssen die Energie vom Sommer in den Winter bringen, und das kann bisher keine Technologie wirtschaftlich abbilden. Wir wollen die Technologie dafür bereitstellen. Um zum Beispiel die Klimaziele zu erreichen, braucht es neue Wege. Ich sehe in den Konzernen keine Lösungen für diese Thematik, weil viele verschiedene Interessen in einem großen Unternehmen vorherrschen, deshalb braucht es Startups wie uns, die diese Wege beschreiten.

Was bedeutet eine Technologie wie eure konkret für die Energiewirtschaft in Deutschland?

Stephan: Die Wandlung von Strom zu künstlichem Erdgas oder Wasserstoff gibt uns die Möglichkeit, Energie zu speichern. Was im Sommer beispielsweise an Überschuss durch Photovoltaik erzeugt wird, könnte so für die Wintermonate gespeichert werden. Die Überproduktion würde ins Erdgasnetz eingespeist und in die Erdgasspeicher geleitet.

Perspektivisch ist es so, wenn wir alle bestehenden deutschen Biogasanlagen umrüsten würden, dann könnten wir in Deutschland etwa 200 Terawattstunden speichern. Das entspricht etwa der Hälfte der Menge, die wir 2021 noch aus Russland importiert haben und etwa einem Viertel, das Deutschland verbraucht. Aktuell sehen wir durch die Krise, wie Deutschland sogar Gas einsparen kann. In Zukunft könnte die Menge statt eines Viertels vielleicht sogar der Hälfte entsprechen. Das ist eine enorme Menge.

Warum haben wir das nicht schon früher so gemacht?

Stephan: Wir haben 2015 die Technologie an der Technischen Universität München (TUM) erfunden und haben uns nun Stück für Stück herangearbeitet. Dieses Jahr haben wir die Firma gegründet und wollen nächstes Jahr offiziell in den Markt eintreten. Aktuell fahren wir Pilotprojekte. Nächstes Jahr gibt es die ersten Anlagen und bis 2024 möchten wir in die Serienproduktion starten.

Von außen sieht das Kraftwerk wie ein Container aus …

… im Inneren schlummert eine hocheffiziente Stromproduktion.

Warum ist eure Technologie für Unternehmen wirtschaftlich so interessant?

Stephan: Die aktuellen Marktbedingungen machen die Anlage hochwirtschaftlich, aber auch davor war es schon deutlich attraktiv.

Da ist zum Beispiel die Amortisationszeit. Diese beträgt etwa drei bis vier Jahre, eine reguläre Biogasanlage rechnet sich erst ab acht bis zehn Jahren.

Ihr erreicht mit Reverion einen Wirkungsgrad von 80 %. Das ist im Gegensatz zu herkömmlichen Biogasanlagen doppelt so hoch. Was sind die Effekte daraus?

Stephan: Wir sind deutliche effizienter in der Verwertung des Biogases. Inzwischen melden sich auch Unternehmen außerhalb des Biogas-Marktes bei uns, zum Beispiel Industriebetriebe. Heutzutage werden häufig Gasmotoren verwendet. Der Motor wird mit Erdgas aus dem Erdgasnetz betrieben und gewinnt daraus Strom und Wärme. Dabei werden etwa 40 % der Energie, die im Gas steckt, in Strom umgewandelt. Unsere Anlage schafft eine effizientere Umwandlung. Das bedeutet, ich kann als Unternehmen aus der halben Menge Gas gleichviel Energie gewinnen. Das ist nicht nur wirtschaftlich gut, sondern auch ökologisch.

Die fünf Gründer von Reverion lernten sich an der Technischen Universität München kennen.

Eure Anlage sieht aus wie ein Container. Warum dieses standardisierte Format?

Stephan: Es ist dadurch leichter transportierbar und durch die Containerform witterungsgeschützt. Wir fabrizieren das komplett bei uns und dann wird noch ein Gas- und Stromanschluss gelegt. Das ist für die Kundschaft und uns als Zulieferer sehr praktisch.

Du erwähnst die Verbesserung des Klimas. Inwiefern tragt ihr hierzu bei?

Stephan: Zum einen durch die Einsparpotenziale: weniger Erdgas ist mit weniger Abbau verbunden. Aber eigentlich müssen wir dahin kommen, dass wir nicht nur kein CO2 ausstoßen, sondern aktiv CO2 aus der Atmosphäre entfernen. Das muss auch wirtschaftlich sein. Aktuell gibt es Anlagen, die das können, sind aber von der Kostenseite limitiert. Bei uns ist der Abbau von CO2 in der Atmosphäre ein Nebenprodukt, und somit auch kostengünstiger.

Warum glaubst du, dass sich eure Technologie durchsetzen wird?

Stephan: Die effizientere Technologie setzt sich am Ende immer durch. Das dauert aber. Alte Technologien haben zum Zeitpunkt der Markteinführung gegenüber einer neuen Technologie noch die besseren Skalierungseffekte. Bisherige Biogasanlagen haben optimierte Lieferketten und günstige Bauteile aufgrund der hohen Produktionsmenge. Wenn man mit der neuen Technologie auf eine ähnliche Produktionsskala kommt, wird sich allerdings die effektivere durchsetzen.

Wo liegen eure aktuellen Herausforderungen?

Stephan: Wir wachsen schnell. Wir suchen Fachkräfte, die im Anlagenbau benötigt werden, wie etwa Elektriker und Elektrikerinnen oder Mechaniker*innen. Auch Ingenieur*innen und Konstrukteur*innen sind bei uns willkommen. Unser Ziel ist es, uns im nächsten Jahr personell zu verdreifachen.

Vielen Dank für das Interview!

Reverion kurz & knapp

USP: Unerreichte Wirkungsgrade von 80 %, reversibler Anlagenbetrieb und CO2-negative Stromerzeugung.

Die Gründer: Sind ein Team aus 5 Gesellschaftern. Haben sich 2015 an der TUM kennengelernt und 2021 die Firma gegründet. Sie verbindet die gemeinsame Vision, die Energieversorgung von morgen CO2-negativ zu gestalten. Flexibel, dezentral und effizient.

Homepage: https://reverion.com/

Im SKYTALK finden Menschen eine Plattform, die ihren Traum leben und dabei ausgetretene Pfade verlassen – Normalroutenverlasser wie wir. In diesem Rahmen besuchen uns auch immer wieder außergewöhnliche Gründerpersönlichkeiten zum Interview. Wenn auch du die Welt mit einem innovativen und nachhaltigen Unternehmen bereicherst, dann melde dich gern bei uns.

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Wir erzählen Geschichten von Menschen, die Tradition leben, Leidenschaften folgen und mutig neue Wege gehen.
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📷 Clip: © Markus Schaumlöffel
Dieses Jahr hat uns vor allem eins gezeigt:
B2B macht Spaß
wenn Menschen mutig sind 🤍

Menschen, die Fragen stellen
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Gespräche, die hängen bleiben
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Momente, in denen aus einem Gedanken plötzlich etwas Gemeinsames wurde ✨

Danke an alle #Normalroutenverlasser
für Vertrauen
für Offenheit
für den Mut, Neues auszuprobieren

Wir nehmen viel mit aus diesem Jahr
und freuen uns auf alles, was 2026 gemeinsam entstehen darf 🚀

Kommt gut durch die Feiertage 🎄
Euer proteco Team

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🔥Welten abseits der Normalroute🔥
Wir sind dort, wo Außergewöhnliches passiert – ob in der B2B-Kommunikation oder im richtigen Leben. So war auch dieses Jahr wieder extrem spannend, was sich ganz wunderbar in unserem Magazin wiederspiegelt. 

Die schönsten Geschichten 2025 von und mit Menschen, die genauso gern die #Normalroute verlassen wie wir findet ihr in unserem Magazin, Link siehe ☝️Bio 

#Danke an alle #Normalroutenverlasser, die dieses Jahr ihre Leidenschaft mit uns geteilt haben: 

@wildbienenhelfer Anja Eder für deinen einzigartigen Einblick in den Insekten-Mikrokosmos
@chaipeau für deine magischen Outdoor-Fotos ohne Umweltzerstörung 
@fritz.max_adventure venture für dein Extremabenteuer in Afrika und der Erkenntnis „People are great“
Lana Bragin für 10 Jahre @marmota_maps ta_maps und dein neues Alpenbuch
Luftschubser für deine Touren rund um Kultur und Natur 
@a1000pelotons ons für deine ganz neue Perspektive auf den Nachwuchsleistungssport
@lukasirmler ler für deinen krassen Slackline-Weltrekord
@schwarzfuchs01 zfuchs01 für deine inspirierenden Fotos und Geschichten
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Superkräfte erkennt man nicht an Umhängen – sondern an Menschen wie Judith 💪Sie ist Teil der Geschäftsleitung, kümmert sich um Personal & Finanzen – und ist bei uns die Powerzentrale⚡

Mit ❤️, Überblick und unerschütterlicher Energie hält sie den Laden am Laufen – und sorgt dafür, dass sich jede*r im Team gesehen fühlt. Gerüchten zufolge hat ihr Tag mehr als 24 Stunden 😉 #Normalroutenverlasser

Danke, liebe „The Flash“ Judith, dass du nie den Humor verlierst und immer für alle(s) da bist!🌻

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Kleiner Spoiler: Es geht um 
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