Ich will Geschichten erzählen

Von Burgen, Bergen und Begegnungen

Luftschubser – ein Name mit Wind unter den Flügeln und hinter dem eine Geschichte voller Leidenschaft und Abenteuer steckt.

Alexander Willig ist Normalroutenverlasser durch und durch und Kopf der Plattform Luftschubser.de, die sich gleichermaßen mit Kultur und Natur beschäftigt. An den Moment, als der Name „Luftschubser“ geboren wurde, erinnert er sich noch genau: „Es war einer dieser typischen Momente, ein spontaner Geistesblitz kurz vorm Einschlafen“, erzählt er lachend. Was als humorvolle Wortspielerei begann, wurde zum Markenzeichen einer Plattform.

Alexander Willig, Gründer der Plattform Luftschubser.de, beim Gespräch in der proteco Skylounge

Von der Burg zum Berg – und wieder zurück

Die Wurzeln von Luftschubser.de reichen weit zurück. Bereits 2003 begann Alex eine Website zu betreiben, auf der er Burgen katalogisierte und beschrieb. „Ich war schon immer fasziniert von alten Gemäuern“, erzählt er. Doch mit der Zeit wurde ihm klar: Er wollte mehr als nur Burgen besuchen und dokumentieren. Er wollte Geschichten erzählen. „Ich bin schon als Kind viel gewandert, stand mit drei Jahren auf meinem ersten Gipfel. Irgendwann wollte ich diese Natur- und Kulturerlebnisse verbinden und mit anderen teilen.“

2012 ging Luftschubser.de online – ein Blog, der historische Stätten, Wander- und Bergtouren sowie Erlebnisse verknüpft. Alex‘ Familie teilt seine Begeisterung bis heute: „Mein Vater ist mittlerweile 87 Jahre, aber wir gehen immer noch gemeinsam auf Tour – auch wenn es keine Gipfel mehr sind, sondern eher kleine gemütliche Wanderungen und Radtouren mit dem eBike. Aber darauf kommt es nicht an.“

Zwischen Großvenediger und Großglockner: Alex auf der Hochkarscharte bei seiner eindrucksvollen, dreitägigen Virgental-Tour 2018

Sagenumwoben und geschichtsträchtig: Der Brocken (volkstümlich „Blocksberg“) im Nationalpark Harz ist genau die Mischung aus Kultur und Natur, die Alex nicht nur am Grünen Band fasziniert. Abendstimmung am Brocken, Pfingsten 2023.

Die Magie der Begegnungen

Doch es sind nicht nur die Landschaften oder historischen Orte, die Alex‘ Reisen besonders machen. Es sind vor allem die Begegnungen. „Einmal war ich klitschnass auf einer Wanderung unterwegs, als mich eine fremde Frau auf der Straße sah und kurzerhand auf einen Kaffee und Kuchen einlud. Am Ende half ich ihr noch beim Entladen von Zementsäcken.“

Aber nicht nur die Hilfsbereitschaft, die er auf seinen Touren erfährt, ist es, was er so schätzt: „Die Menschen öffnen sich, wenn man selbst offen und emphatisch ist. Und wenn sich die Menschen öffnen, erzählen sie mir Dinge über den Ort oder die Region, die in keinem Buch oder Bericht zu finden sind. Dieser Wissenstransfer macht die Begegnungen für mich so besonders und unschätzbar wertvoll.“

Majestätische Burgen und prunkvolle Schlösser: Burg Hohenstein im Nürnberger Land ist eine der besonders reizvollen Burgen, die entdeckt werden wollen.

Viel Luft geschubst auf dem Weg nach oben: Ausblick von Burg Hohenstein auf die idyllische fränkische Landschaft.

Abschied von Social Media?

Obwohl die Plattform großen Erfolg hat, hadert Alex mit dem Wandel der digitalen Welt. „Früher lief alles über Twitter, wir haben uns vernetzt, getroffen, Touren gemeinsam gemacht.“ Heute dominieren Instagram und TikTok, doch damit kann er wenig anfangen. „Ich bin Perfektionist. Instagram erfordert Masse statt Klasse, das ist nicht mein Stil.“ Künftig setzt er lieber auf YouTube „Da kann ich Geschichten in Filmen erzählen, statt nur Bilder zu posten.“

Weit über 6.000 Burgen und Schlösser konnten in Bayern bisher nachgewiesen werden, darunter Burg Tittmoning im Landkreis Traunstein, Bayern.

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Bei Tittmoning: Ein Seitenarm der Salzach ist die Götzinger Ache, wo man sich auf zauberhaft-verwunschenen Pfaden in eine andere Welt träumen kann.

Und was kommt als Nächstes?

Stillstand gibt es für den Luftschubser nicht. Als Nächstes will er sein Groß-Projekt beenden: Das „Grüne Band Deutschland“, wandern entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Im Jahr 2019 startete er gemeinsam mit Christian, seinem langjährigen Wanderpartner, bei Hof am Dreiländereck. Sie wandern seitdem in Etappen Deutschland der Länge nach, von Süd nach Nord. 300 km fehlen ihm noch von den insgesamt 1.400 km entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. „Es ist mehr als nur eine Wanderung – es ist ein Stück Zeitgeschichte, das erlebt werden will.“

Vom „Grünen Band“ fehlt Alex nur noch die Etappe von Wittingen nach Boltenhagen. „Ein außergewöhnlicher Fernwanderweg für alle, die deutsche Geschichte hautnah erleben wollen“, findet er. Im Bild: Friedenkreuz und Führungsturm bei Hermannsfeld, Thüringen 2021.

Zwei Geheimtipps für Entdecker

Neben seinen bekannten Touren hat Alex zwei besondere Empfehlungen:

Burg Loket an der bayerisch-tschechischen Grenze ist eine dieser Perlen. Hoch über einer Schleife der Eger thront die mittelalterliche Festung, die einst als uneinnehmbar galt. Ihre dunkle Vergangenheit als Gefängnis und ihre beeindruckende Architektur machen sie zu einem spannenden Ausflugsziel. „Die Burg ist ein echtes Juwel – nicht nur, weil sie spektakulär über der Flusslandschaft liegt, sondern auch wegen der zahlreichen Mythen, die sich um sie ranken“, erzählt Alex. Besonders berühmt ist die angebliche Spukgeschichte rund um das sogenannte Loket-Meteoritenfragment, das in einer der Ausstellungen zu sehen ist. Auch Filmfans dürfte der Ort bekannt vorkommen: Die Burg diente als Kulisse für den James-Bond-Film Casino Royale.

Ein weiterer Tipp für Naturliebhaber, die abseits der Massen unterwegs sein wollen ist der Altmühltal Panoramaweg. „Viele wissen gar nicht, was sie hier verpassen“, sagt Alex. „Die Münchner fahren immer Richtung Alpen, die Nürnberger in die Fränkische Schweiz – dabei bleibt das Altmühltal angenehm ruhig und bietet eine unglaubliche Naturvielfalt.“ Der Panoramaweg führt durch eine sanfte Hügellandschaft, vorbei an schroffen Felsen, Wäldern und historischen Burgen. Ideal für Wanderer, die Ruhe und Ursprünglichkeit suchen. „Und das Beste: Man kann ihn nicht nur zu Fuß, sondern auch mit dem Rad oder sogar per Kanu auf der Altmühl erkunden.“

Interview & Text: Jenny Röcker
Fotos: © Alexander Willig / Luftschubser.de

Alexander Willig ist kein klassischer Blogger. Er ist Entdecker, Erzähler, Historiker und Netzwerker. Seine Plattform Luftschubser.de ist eine Fundgrube für alle, die nicht nur reisen, sondern verstehen wollen. „Es gibt noch so viele Geschichten zu entdecken“, sagt er mit leuchtenden Augen. Und genau das macht den Reiz seiner Arbeit aus.

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Was tun, wenn Leitmessen immer teurer werden – aber der Nutzen nicht im gleichen Maß mitwächst?

Die Antwort unseres CEO @schwarzfuchs01 ist ziemlich direkt: „Dann steig doch einfach aus und mach ’ne eigene Show!“

Was anfangs eher als Witz in einem Kundengespräch gedacht war, läuft bei diesem Kunden inzwischen im dritten Jahr als eigenes Roadshow-Format. Mit mehr Aufmerksamkeit fürs eingesetzte Budget als mancher klassische Leitmesseauftritt.

Im Interview spricht Markus darüber, warum Roadshows im B2B gerade so spannend sind: Weil Marken nicht warten, bis die Zielgruppe zu ihnen kommt – sondern selbst losfahren. Mit einem Format, das exakt auf ihre Zielgruppe abgestimmt ist.

Hier das Gespräch mit Markus in unserem Magazin:
👉 Link in der Bio

Und wer sehen möchte, wie solche Formate bei uns konkret aussehen:
👉 Link in der Bio

Für alle, die nicht immer den normalen Weg nehmen wollen.

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„… und plötzlich wird alles klar.“

Diesen Moment beschreibt @kathrinschafbauer sehr treffend. Kein lauter Umbruch, kein großes Ereignis – sondern dieser eine Augenblick, in dem sich alles sortiert und der Fokus plötzlich da ist.

Als Fotografin und #Keynote Speakerin erlebt sie genau das immer wieder, etwa bei ihren Einsätzen auf der Tour de France: den Blick schärfen, alles Unwichtige ausblenden und im entscheidenden Moment voll bei dem sein, was wirklich zählt.

Im Interview in unserer Skylounge hat sie uns genau darüber erzählt 👉 #Normalroutenverlasser

Spannend dabei: Auch im #Messebau spielt dieser Fokus eine entscheidende Rolle. Besonders dann, wenn aus einem großen (Leit-)Messestand ein flexibler #Messebaukasten wird, der auf 15 m² genauso funktioniert wie auf 50 m² – ohne Kompromisse im Design.

Wie dieses #Downscaling konkret aussieht, erfahrt ihr hier:
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Und was Kathrin noch über Entscheidungen unter Druck und den Blick aufs große Ganze erzählt, könnt ihr hier nachlesen:
👉Link in Bio 

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