Kaan kann alles

Eines der ersten Dinge, die man mir zu Beginn meiner Ausbildung gesagt hat: Kaan kann alles. – Einfach Kaan fragen. Und es ist wahr. Er ist ein absoluter Allrounder. Ausgebildet als Bürokaufmann, einsatzfähig im Büro, IT und Lager. Wer eine Frage hat, kommt erstmal oft zu ihm und geht meistens wieder mit einer Lösung und Mehrwissen zurück zum „Problem“. Dabei ist er eigentlich Projektmanager.

Fragt man sich doch, wie so ein Tag im (Allrounder-)Projektmanager-Leben aussieht? Warum also nicht mal einen kleinen Einblick bekommen:

Mittwochmorgen, 08:16 Uhr und die Tür schwingt auf. Kaan hält einen Moment inne, lauscht, bis er das Kaffeemaschinengeblubber vernimmt und das Aroma riechen kann. Erst dann brummt er ein „Morgään“ und verschwindet im hinteren Kombibüro. Mit Kaan und Kaffee ist das ungefähr so wie mit PCs und Strom – geht nicht ohne.

So! Jetzt können die E-Mails gelesen werden. Heute scheint alles dabei zu sein: Veranstaltungsanfragen für nächste Woche oder in ein paar Monaten, direkte Bestellungen, Nachfragen bezüglich des Equipments (der Kunden – wir lagern es für sie bei uns).

Und alle lechzen nach Antworten, Angeboten und Auftragsbestätigungen von ihm.

Um 09:30 Uhr schneit Judith (#Powerfrau) ins Büro – Rückfragen zu ein paar Veranstaltungen nächste Woche. Kaan: „Läuft alles.“

10:45: Die Türen im hinteren Büro schließen sich, Kopfhörer werden ausgepackt. Die Vi-Ko mit dem Kunden beginnt pünktlich auf den Kirchengong.

12:22: „Mahlzeit!“ – wohlverdient.
Eine gute Stunde später ist nicht nur der Bauch, sondern auch Kaans Postfach wieder prall gefüllt – denn der Kunde schläft nie.

14:00: Arco (unser IT-Genie) holt Kaan aus dem Mail-Meer heraus. Ein kleiner Fehler bei der Übertragung der Video-Daten von Stick auf Monitor. Gemeinsam suchen die Zwei nach einer Lösung und spielen verschiedene Möglichkeiten durch. Jetzt heißt es Staffellauf zwischen Lager und OG1 (doch zum Glück ist ja alles in einem Haus hier).

15:15: Luft. Aber Luft ist bei Kaan nicht freie Zeit, sondern Zeit für Rechnungen. Eingangsrechnungen prüfen, ggf. korrigieren und dann freigeben. Klingt simpel, ist es meistens auch, aber manchmal kann es auch ein richtiger Zeitfresser sein.

Es ist 16:50 Uhr: Kaan schaltet den Bildschirm aus. Es ruft nur noch der Küchendienst. Heißt: Tassen im Haus einsammeln, Spülmaschine anwerfen und die Küche sauber verlassen.
Dann kann der Feierabend losgehen… fast….

17:04: „Kaan, eine Frage habe ich noch: Wann hast du die Normalroute verlassen?“ – Magda
Er wägt den Kopf einen Moment, dann lacht er: „Afa 2020. Definitiv. Ich war damals immer im Büro und dann kam plötzlich ein Videodreh… Ich wurde komplett aus meinem gewohnten Umfeld gerissen und ins kalte Wasser geworfen. Ich meine, ich musste plötzlich kreativ sein…“ [a.d.R.: Kaan war damals Azubi; Büromanagement]

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