PLANET P.

Was möglich ist, wenn man es einfach tut. Ein Ausblick mit Sachenmacher Bernd Beigl. Sich auf der Suche nach sich selbst ständig neu zu erdenken scheint Auslöser für irrwitzigste Ideen. Sie dann aber auch umzusetzen? Königsdisziplin. Gäbe es einen Titel für ebenjene Disziplin, so stünde in Bernd Beigls LinkedIn-Profil Erfinder der Selbsterfindung – oder aber dem Zeitgeist entsprechender: CEO of Selfinvention. Die Komfortzone des 55-jährigen Multigeneralisten und Weltbürgers beginnt nämlich dort, wo sie für normale Menschen endet. Aber mal ehrlich – was ist schon normal? Jung wagt der gelernte Bankkaufmann den Absprung vom krisensicheren Job zur weniger krisensicheren Lebenskunst. Ideen bleiben eben nur Ideen, wenn sie niemand ausführt. Sie dirigieren den Tausendsassa in TV-Shows, küren ihn zum mehrfachen Weltrekordhalter diverser Disziplinen oder lassen ihn Länder mit Muskelkraft bereisen. Sie bringen Angela Merkel dazu, ihm die Hand zu schütteln, rollen ihn mit dem Tretroller ans Nordkap oder ermuntern dazu, eine internationale Kulturküche* in Augsburg zu gründen. Meist erfolgreich meistert er auch das Scheitern meisterlich: ein langjähriges Insolvenzverfahren. Nicht jede Idee gelingt. Erfolg und Scheitern liegen eben eng beieinander. LIEBER EINFACH MACHEN, ALS NUR SCHLAU DAHERREDEN. * Die Kulturküche Augsburg ist ein preis- gekröntes Integrationsprojekt, das Migrantinnen und Migranten den Weg in die Arbeitswelt ebnet und gesellschaftlich verbindet. 7

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