PLANET P.

36 Augsburg als Wahlheimat, als touristisches Ziel, als Kongresszentrum. Warum? Was begeistert Sie? Ich lebe und arbeite in einer der faszinierendsten Städte Deutschlands. Einerseits bietet Augsburg eine unglaubliche Historie und hat damit zweifelsohne Weltgeschichte geschrieben, andererseits befinden wir uns inmitten eines wunderschönen Naturerlebnisses. Die Anbindung gestaltet den Besuch unkompliziert und obendrein ist die Stadt auch zu Fuß erkundbar. Ich liebe einfach Augsburgs geschichtsträchtige Themenvielfalt. Welche Ihrer Ideen und Visionen für Augsburg hat sich bereits erfüllt und macht Sie heute besonders stolz? Der Imagewandel der Kongresshalle. Früher war sie als Betonbunker verpönt und zugewachsen. Ich dachte damals schon, diese wunderbare Architektursprache muss doch befreit werden! Mit der Sanierung begann der Wahrnehmungswandel und »Kongress am Park« entwickelte sich zu einer starken Marke. Die Architektur gestaltete sich plötzlich erlebbar durch Kunst, Farbakzente und spannende Inszenierungen. Heute ist der Betonbunker ein Denkmal, auf das sogar seine Kritiker stolz sind. Soll heißen, die Qualitäten einer vermeintlichen Bausünde entfalten sich erst mit dem richtigen Blickwinkel? Interessante Frage, aber was ist eine Bausünde? Ist sie nicht vielmehr ein Zeitdokument einer Epoche, die genauso dazugehört wie ein Renaissance-Haus von Elias Holl? Die Partitur einer Stadt kann nur zur Gänze gespielt werden. Erkennen wir ihren Wert, wird auch anders mit ihr umgegangen. Sich auf Architektur einlassen, die Qualitäten betonen und ihre Geschichte erzählen. Mutiger sein für zeitgenössische Bauwerke und sie ebenso wertschätzen wie historische. Hat diese Wahrnehmung auch zur Kürung des Augsburger Wasser- managementsystems zum UNESCOWeltkulturerbe geführt? Der Merkurbrunnen ist seit 2019 ein Objekt der Welterbestätte »Das Augsburger Wassersystem« Das Dorint Hotel, direkt neben dem Kongresszentrum Advertorial

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