PLANET P.

Selfmademan, Autofreak und Investor für innovative Ideen. So lauten die Bezeichnungen, die dem Gründer der WUNDERKIND INVEST GmbH Armin Pohl gerne zugeordnet werden. Der ehemalige CEO des Stuttgarter CGIUnternehmens Mackevision ist sehr viel mehr als ein Vorzeige-Millionär, bei dem die Tellerwäscher-Analogie eins zu eins greift. Als bodenständiger Charakter und gleichzeitig von einer stetig besseren Zukunft träumender Impulsgeber liefert er die perfekte Mischung aus Realismus, Risikobereitschaft und Zukunftsfähigkeit. Mit seinem aktuellen Baby »e-Lorean«, der Elektro-Version des DMC-12 aus »Zurück in die Zukunft«, erschafft er genau das: ein Vermarktungsvehikel, das seinerzeit Hollywoodträume entfachte und heute wiederum innovative Technologien vorantreibt. Im Gespräch erklärt der 54-Jährige, wie es dazu kam, in welchem Szenario er sich ein autofreies Leben vorstellen könnte und warum die fortschreitende Digitalisierung ihm zeitweise auch schon das Gefühl gab, als hacke man ihm die Hände ab. Armin, warum ein (D)e-Lorean? Träumerischer Kult oder kultiger Traum? Ganz einfach, ich wollte schon immer einen DeLorean haben. Das Auto hatte seinerzeit bereits Kultstatus erreicht und ihn seitdem nie verloren. Also habe ich mich auf die Suche nach einem DeLorean gemacht, musste allerdings schnell feststellen, dass die vorhandenen Modelle konstruktiv richtig schlecht aufgestellt sind. Da lag der Gedanke nah, ihm eine Elektrifizierung zu verpassen. Das Auto hätte, wenn man mich fragt, eigentlich schon damals elektrisch geboren werden müssen. Mit WUNDERKIND INVEST bietest du der Zukunft Starthilfe. Waren deshalb auch drei deiner »Wunderkinder« an der Entwicklung des e-Lorean beteiligt? Auf diese Weise können die Start-ups ihr innovatives Know-how präsentieren. E-Works Mobility lieferte beispielsweise den E-Antrieb. Er wurde abgeleitet von ihrem HEERO-Transporter, in Sachen Leistung und Reichweite der leistungsstärkste vollelektrische Transporter weltweit. Das Ding geht ab wie eine Rakete. Die berührungslose Displaysteuerung stammt von der AMERIA AG, die Firma Incari steuerte die Software und das Benutzeroberflächen-Design für die holografischen Displays bei. Mit dem e-Lorean haben wir ein perfektes gemeinsames Vermarktungsvehikel geschaffen. Im Augenblick würde ich sagen, er ist der beste (D)e-Lorean auf der Welt. Was macht ihn dazu? Wir haben einfach ganz viel heißes Zeug verbaut. Die Fahreigenschaften sind viel besser. Er ist schneller und besitzt eine erhöhte Brems- und Crashsicherheit. Dann die Gestensteuerung und Designüberarbeitung – grandios! Letztes Jahr hat uns der Designer und Architekt Fabrizio Giugiaro besucht, um ihn sich anzuschauen. Sein Vater Giorgetto Giugiaro designte vor über 40 Jahren den original DeLorean DMC-12. Bei einem Gegenbesuch bei den Giugiaros in Italien bin ich mit dem alten Meister in die Turiner Berge gefahren. Er war so begeistert, dass er danach einen eigenen e-Lorean haben wollte. Eine höhere Adelung gibt es für mich nicht. Aktuell werden das Interieur- und das Exterieur-Design 17

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