ERHALTEN & GESTALTEN

Warum Bewusstsein jede Stadt schmückt: Im Dialog mit Augsburgs Tourismusdirektor Götz Beck

Seit über 25 Jahren im enthusiastischen Dauereinsatz für Augsburgs Tourismus. Er bereut nichts. Götz Beck zog und zieht als Tourismusdirektor mit offenem Weltblick und innovativen Ideen immer wieder auch Zweifelnde auf seine kreative Seite.

Der gemeinsame Erfolg zeigt: »Die Region konnte ihre zahlreichen Schätze heben. Nun müssen sie weiterhin sichtbar gemacht werden.« Ein Gespräch über Wahrnehmung, die Schönheit von Betonbunkern und warum Augsburg der ideale Ort für Kongresse ist.

Früher als Betonbunker verschrien, zählt »Kongress am Park« heute zu den architektonischen Highlights Augsburgs. Durch die Freilegung des wertigen Sichtbetons, der transparenten Strukturen und der klaren Lichtszenarien entstand ein einzigartiges Kongresszentrum, eingebettet in die grüne Lunge der Stadt (c) Norbert Liesz

Augsburg als Wahlheimat, als touristisches Ziel, als Kongresszentrum. Warum? Was begeistert Sie?

Ich lebe und arbeite in einer der faszinierendsten Städte Deutschlands. Einerseits bietet Augsburg eine unglaubliche Historie und hat damit zweifelsohne Weltgeschichte geschrieben, andererseits befinden wir uns inmitten eines wunderschönen Naturerlebnisses. Die Anbindung gestaltet den Besuch unkompliziert und obendrein ist die Stadt auch zu Fuß erkundbar. Ich liebe einfach Augsburgs geschichtsträchtige Themenvielfalt.

Der Merkurbrunnen ist seit 2019 ein Objekt der Welterbestätte »Das Augsburger Wassersystem« (c) multimaps360, A. Rochau

Welche Ihrer Ideen und Visionen für Augsburg hat sich bereits erfüllt und macht Sie heute besonders stolz?

Der Imagewandel der Kongresshalle. Früher war sie als Betonbunker verpönt und zugewachsen. Ich dachte damals schon, diese wunderbare Architektursprache muss doch befreit werden! Mit der Sanierung begann der Wahrnehmungswandel und »Kongress am Park« entwickelte sich zu einer starken Marke. Die Architektur gestaltete sich plötzlich erlebbar durch Kunst, Farbakzente und spannende Inszenierungen. Heute ist der Betonbunker ein Denkmal, auf das sogar seine Kritiker stolz sind.

Soll heißen, die Qualitäten einer vermeintlichen Bausünde entfalten sich erst mit dem richtigen Blickwinkel?

Interessante Frage, aber was ist eine Bausünde? Ist sie nicht vielmehr ein Zeitdokument einer Epoche, die genauso dazugehört wie ein Renaissance-Haus von Elias Holl? Die Partitur einer Stadt kann nur zur Gänze gespielt werden. Erkennen wir ihren Wert, wird auch anders mit ihr umgegangen. Sich auf Architektur einlassen, die Qualitäten betonen und ihre Geschichte erzählen. Mutiger sein für zeitgenössische Bauwerke und sie ebenso wertschätzen wie historische.

Das Klassik Radio Foyer im Kongress am Park bietet 1.000 m² für kongressbegleitende Industrieausstellungen oder zum Netzwerken und Entspannen in den Pausen (c) Werbefotografie Weiss

Hat diese Wahrnehmung auch zur Kürung des Augsburger Wassermanagementsystems zum UNESCO-Weltkulturerbe geführt?

Als wir das Wasserkonzept für die Bewerbung damals vorstellten, gab es auch irritierte Reaktionen wie »Das Kanalsystem ist doch nichts Besonderes!«. Dass es allerdings in dieser Form weltweit einmalig ist, wussten viele nicht. Das Bewusstsein über die vielen Qualitäten der Stadt hat definitiv noch Potenzial. Wenn ich mir beispielsweise unseren Augustusbrunnen so anschaue, würde ich mir da etwas mehr Liebe fürs Detail wünschen. Vier Mülleimer direkt um ein Welterbe zu platzieren, na ja … (lacht)

Ich sehe, Sie sind im Dauereinsatz für Augsburg. Was treibt Sie an?

Wir haben alles, was eine tolle Stadt braucht. Das zu erhalten und weiterhin sichtbar zu gestalten, das motiviert mich jeden Tag aufs Neue. Und natürlich gibt es auch noch das eine oder andere, woran wir arbeiten können. Ich denke da an noch mehr Weltoffenheit oder die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt. Es gibt immer etwas zu tun – das voranzutreiben ist auch meine Aufgabe. Dafür liebe ich meinen Job.

Mehr unter augsburg-tourismus.de/de/tagungsort-augsburg

Interview und Text: Nadine Zwingel
Fotos: (c) Sandro Behrndt, Norbert Liesz, multimaps360-A. Rochau, Werbefotografie Weiss

Dies ist ein Artikel aus PLANET P. – unserem hauseigenen Print-Magazin für alle, die inspirierende Geschichten über Menschen lieben, die ihren Traum leben und dabei die Normalroute verlassen.

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Was tun, wenn Leitmessen immer teurer werden – aber der Nutzen nicht im gleichen Maß mitwächst?

Die Antwort unseres CEO @schwarzfuchs01 ist ziemlich direkt: „Dann steig doch einfach aus und mach ’ne eigene Show!“

Was anfangs eher als Witz in einem Kundengespräch gedacht war, läuft bei diesem Kunden inzwischen im dritten Jahr als eigenes Roadshow-Format. Mit mehr Aufmerksamkeit fürs eingesetzte Budget als mancher klassische Leitmesseauftritt.

Im Interview spricht Markus darüber, warum Roadshows im B2B gerade so spannend sind: Weil Marken nicht warten, bis die Zielgruppe zu ihnen kommt – sondern selbst losfahren. Mit einem Format, das exakt auf ihre Zielgruppe abgestimmt ist.

Hier das Gespräch mit Markus in unserem Magazin:
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Und wer sehen möchte, wie solche Formate bei uns konkret aussehen:
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Für alle, die nicht immer den normalen Weg nehmen wollen.

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„… und plötzlich wird alles klar.“

Diesen Moment beschreibt @kathrinschafbauer sehr treffend. Kein lauter Umbruch, kein großes Ereignis – sondern dieser eine Augenblick, in dem sich alles sortiert und der Fokus plötzlich da ist.

Als Fotografin und #Keynote Speakerin erlebt sie genau das immer wieder, etwa bei ihren Einsätzen auf der Tour de France: den Blick schärfen, alles Unwichtige ausblenden und im entscheidenden Moment voll bei dem sein, was wirklich zählt.

Im Interview in unserer Skylounge hat sie uns genau darüber erzählt 👉 #Normalroutenverlasser

Spannend dabei: Auch im #Messebau spielt dieser Fokus eine entscheidende Rolle. Besonders dann, wenn aus einem großen (Leit-)Messestand ein flexibler #Messebaukasten wird, der auf 15 m² genauso funktioniert wie auf 50 m² – ohne Kompromisse im Design.

Wie dieses #Downscaling konkret aussieht, erfahrt ihr hier:
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Und was Kathrin noch über Entscheidungen unter Druck und den Blick aufs große Ganze erzählt, könnt ihr hier nachlesen:
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